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25.12.2016 Technischer Einsatz

Tierrettung in Unternalb, Tiere in Güllegrube gestürzt

Quelle: AFK Retz

Am Freitag, den 23.12.2016 um 21:30 wurde die Freiwillige Feuerwehr Unternalb zum technischen Einsatz Tierrettung, Tiere in Güllegrube gestürzt alarmiert.

Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass zwei Kühe durch den Stallboden durchgebrochen und in die darunterliegende Güllegrube ca. 1,8m abgestürzt sind. Die beiden Tiere waren laut Begutachtung des Tierarztes Dr. Heinz Aujesky soweit wohlauf. Die baulichen Gegebenheiten des Stallgebäudes ließen den Einsatz eines Mobilkranes nicht zu und es musste ein Bergegeschirr für Großtiere für eine schonende Bergung der beiden Kühe angefordert werden. Daraufhin wurde der Einsatz unterbrochen um bei Tageslicht weiterzuarbeiten.

Am Morgen des 24.12. wurden die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Der Einsatz wurde von BR Markus Bauer und HBI Reinhard Krappel von der Betriebsfeuerwehr Landesfeuerwehrschule Tulln durch die Beistellung des Bergegeschirrs für Großtiere, der FF Breitenwaida durch Beistellung einer Führungsschlinge, sowie des Kranes des Wechselladefahrzeuges der FF Retz unterstützt. Weiters waren die Amtstierärztin des Bezirkes Korneuburg Dr. Ulrike Wiesauer und der örtlich ansässige Tierarzt Dr. Heinz Aujesky beratend und unterstützend am Einsatzort anwesend.

Aufgrund der Vielzahl der eingesetzten Kräfte wirkten auch Bezirksfeuerwehrkommandantstellverter Brandrat Reinhard Scheichenberger und der Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Ing. Christian Lehninger beim Einsatz mit Rat und Tat mit.
Durch die Betondecke des Stalles wurde eine Öffnung gestemmt um mit der Kranwinde eine Hebemöglichkeit im Stall zu bekommen. 

Die ca. 80cm hohe Gülle in der Grube wurde mittels Güllefass der Stadtgemeinde Retz abgesaugt.
Durch das bei der FF Riegersburg stationierte Mehrgasmessgerät der Schadstoffgruppe des Abschnittsfeuerwehrkommandos Retz wurden laufend von einem Kameraden der FF Riegersburg die Konzentration von Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid und Schwefeldioxid gemessen um die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Tiere zu gewährleisten. Aufgrund der gemessenen Werte wurde zwischendurch bei Bedarf mit dem Be- und Entlüftungsgerät der FF Retz Frischluft in den Stall eingeblasen.
Durch das Zusammenwirken der Feuerwehrmitglieder, der Eigentümer und der Tierärzte, gelang es der ersten Kuh das Bergegeschirr anzulegen und diese mittels der Kranwinde aus der Grube zu heben. In weiterer Folge wurde mittels Holzbalken eine Plattform zur Zwischenversorgung der Kuh und zum Abnehmen des Bergegeschirres über der Grube errichtet. Die erste Kuh konnte dann aus eigener Kraft in den Freilaufbereich gelangen.

Nach einer kurzen Pause wurde die Bergung der zweiten Kuh mit der selben Vorgehensweise begonnen. Diese gestaltete sich zwar aufgrund der Lebhaftigkeit des Tieres schwieriger und gefährlicher, konnte aber aufgrund der Umsicht und gut koordinierten Zusammenarbeit aller am Einsatz Beteiligten schließlich ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden. Beide Kühe wurden unverletzt aus der Grube geborgen.

Ein großes Dankeschön gebührt jedem, der an diesem Einsatz zum Erfolg beigetragen hat, ließ der Bürgermeister der Stadt Retz Helmut Koch ausrichten.

Zusammengefast waren dies die Kameraden der FF Unternalb, der FF Retz, der Betriebsfeuerwehr Feuerwehrschule Tulln, der FF Breitenwaida, der FF Riegersburg, Mitarbeiter der Stadtgemeinde Retz, Amtstierärztin Dr. Ulrike Wiesauer, Tierarzt Dr. Heinz Aujesky, Polizei Retz und Zellerndorf